Schnittdarstellung des Übergangsradius am Wellenabsatz und des zulässigen Freiraums zur Fase des zugehörigen Lagerinnenrings.
Technische Skizze · beispielhafte Geometrie · nicht maßstäblich Technische Darstellung ansehen

Ein korrekter Durchmesser gewährleistet noch keine Anlage am Absatz

Prüfen Sie bei der Beschaffung einer abgestuften Lagerwelle den Übergang zwischen Lagersitz und Absatz. Der Sitzdurchmesser kann innerhalb seiner Grenzmaße liegen, obwohl der Übergangsradius die Lagerecke berührt, bevor die Lagerstirnfläche am Absatz anliegt. Der entstehende Spalt verändert die vorgesehene axiale Maßkette. Legen Sie der Angebotsanfrage deshalb die genaue Lagerbezeichnung, die Montageangaben und die freigegebene Wellenzeichnung bei. Eine allgemeine Lagerkontur im Baugruppenmodell hilft bei der Anordnung, eignet sich aber nicht als Abnahmegrundlage für diese kleine, funktionsentscheidende Schnittstelle.

Die zulässigen Eckkonturen miteinander vergleichen

Die Montagehinweise von NSK verlangen Freiraum zwischen dem Übergangsradius an Welle beziehungsweise Gehäuse und der Lagerfase; die Abstützung am Absatz wird als eigene Anforderung behandelt. Auch SKF unterscheidet zwischen den Fasenmaßen des Lagers und den maximal zulässigen Übergangsradien der Anschlussbauteile. Verwenden Sie die aktuelle Tabelle und Zeichnung des ausgewählten Lagers. Ein Fasenwert aus dem Katalog ist keine unmittelbar übertragbare Fertigungsvorgabe. Prüfen Sie den radialen und axialen Freiraum entlang der gesamten Ecke, einschließlich eines gegebenenfalls festgelegten Freistichs. Entscheidend ist das Zusammenpassen zweier Konturen, nicht allein der Vergleich zweier Nenndurchmesser.

Anlagefläche und Fertigungsablauf gemeinsam festlegen

Kennzeichnen Sie die ringförmige Lageranlagefläche sowie benachbarte Dichtungen, Distanzteile und den benötigten Demontagezugang. Das Angebot sollte angeben, ob Lagersitz und Absatz nach dem Drehen, Schleifen oder einer späteren Oberflächenbehandlung abgenommen werden. Kann ein Werkzeug die geforderte Eckkontur nicht herstellen, ohne die Nachbarfläche zu beeinträchtigen, ist vor der Bearbeitung eine Zeichnungsentscheidung erforderlich. Ein Freistich schafft gegebenenfalls Freiraum, verändert aber auch den Wellenquerschnitt und die angrenzende Geometrie. Halten Sie sein freigegebenes Profil und seine Lage fest; ein nicht spezifizierter Werkzeugauslauf darf nicht stillschweigend zum Bauteilmerkmal werden.

Prüfbeispiel: Der Radius ist zeichnungsgerecht, die Schnittstelle nicht

Eine Zeichnung erlaube beispielhaft einen Übergangsradius von 0,6 bis 0,8 mm, während die Montagezeichnung des gewählten Lagers höchstens 0,6 mm an der Welle zulässt. Dieses frei gewählte Prüfbeispiel zeigt einen Widerspruch: Eine Welle mit 0,8 mm Radius kann ihrer Zeichnung entsprechen und dennoch nicht zur Lagerschnittstelle passen. Der Einkauf sollte dies vor dem Lieferantenvergleich mit der konstruktionsverantwortlichen Stelle klären. Mögliche Änderungen sind ein freigegebener kleinerer Radius oder ein gesondert bewerteter Freistich. Weder ein bearbeitetes Muster noch stärkeres Anziehen der Baugruppe beseitigt den Widerspruch zwischen den Dokumenten.

Nachweise für Eckkontur und Lagersitz vereinbaren

Nehmen Sie Eckkontur und Absatzposition mit eindeutigen Zeichnungsmerkmalen in den Musterprüfplan auf. Wählen Sie ein zur zugänglichen Geometrie passendes Profilmessverfahren und vereinbaren Sie, wie die Absatzfläche gegenüber ihrem festgelegten Bezug geprüft wird. Falls eine Montageprüfung des Lagersitzes erforderlich ist, definieren Sie Gegenlager, Montagezustand und zulässigen Spalt beziehungsweise Kontakt. Trennen Sie diese Prüfung von der Maßprüfung. Ein erfolgreicher Anlageversuch belegt für sich weder Lagerlebensdauer noch Betriebstemperatur oder Verhalten der Welle unter Betriebslast.

Welle und Lagerschnittstelle gemeinsam zur Prüfung senden

Senden Sie Chengshuo die Wellenzeichnung zusammen mit dem Montageblatt des ausgewählten Lagers. Damit lässt sich vor der Bestellung eine brauchbare Fertigungsdefinition erarbeiten. Die folgenden Angaben helfen, das Angebot auf die tatsächlich zu montierende Schnittstelle auszurichten.

  • Lagerbezeichnung, Revisionsstand der Montagezeichnung und zulässige Anschlusskontur.
  • Grenzmaße des Lagersitzes, Absatzposition, Anlagedurchmesser sowie Eck- oder Freistichprofil.
  • Werkstoff, Wärmebehandlung und abschließende Oberflächenbehandlung der Welle.
  • Prüfvorgaben für Kontur und Absatz sowie Musterstückzahlen.
  • Kriterium für die Anlage im montierten Zustand und Zuständigkeit für Änderungsfreigaben.
Quellen und weiterführende Literatur

Allgemeine Hinweise zur Planung. Machbarkeit und Abnahmekriterien werden anhand Ihrer Zeichnung abgestimmt.